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Flyer - Einladung

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„art + täglich“

Ursula Schneider / Malerei / Buckow / Märkische Schweiz
Tilman Beyer / Keramik / Halle/a.d.Saale
vom 07. Mai – 13. Juli 2013

„art + täglich“ soll aus meiner Sicht für diese Ausstellung bedeuten:
1. Die Kunst der Zeichnungen von Ursula Schneider
2. Der Umgang, die Begegnung damit täglich und
3. täglich auch im Sinne von: benutzen z.B. der keramischen Gefäße von Tilman Beyer

Ganz bestimmt brauchen wir Menschen die Kunst als tägliches Brot:
zum Nachdenken, zum Kommunizieren, zum Erfreuen, zum Lachen oder weinen, also auch für die Seele.

Die Ästhetik ein Wort vom altgriechischen „aisthesis“ abgeleitet, bedeutet Wahrnehmung /Empfindung. Der Begriff heute beschreibt in der Natur und der angewandten und Bildenden Kunst einen wichtigen Aspekt von schön oder hässlich, der Harmonie, Gesetzmäßigkeit und Sinnlichkeit.

Ursula Schneider (Jahrgang 1942) hat in ihrem langen künstlerischen Leben „Kunst als tägliches Brot“ im wörtlichen Sinne auf unterschiedlichen Gebieten und mit spannungsvollen Wechseln ihrer Lebenssituationen ausgeübt.
An der Kunsthochschule Weißensee in Berlin hat sie in den 60ziger Jahren Grafik studiert. Ihr erster Schritt weg von der behüteten Studentenzeit als Künstlerin war für eine Spielzeit der Job als Werbeleiterin am Leipziger Theater. Nach der Geburt des zweiten Kindes lebte Ursula Schneider dann in Hohenstein Ernstthal, wo es nur Möbelstoffindustrie gab. Dort konnte sie mit ihrem Diplom als Grafikerin wiederum als Leiterin im Textildesign arbeiten. Leider war dieser Abteilungsposten später mit viel ökonomischen Ballast behaftet, so dass der gestalterische Aspekt ihres Könnens völlig vernachlässigt wurde. Es folgte wieder ein Wechsel. Diesmal zurück nach Berlin an die Kunsthochschule Weißensee. Dort unterrichtete sie dann StudentInnen der Textilabteilung im Naturstudium und brachte Ihnen das Zeichnen bei.

Einen erneuten Umbruch gab es nach der Wende. Ihr grafisches Können konnte Ursula Schneider für die neuen Medientechniken nutzen. So wurde sie zu einer Computerfachdozentin ausgebildet und gab dann wiederum ihr Wissen und Können weiter. Nun im „freischaffenden Lebensabschnitt“ angekommen, genießt Ursula Schneider die urige Landschaft in Buckow und das Zeichnen der sie umgebenen Natur ist ihr ein Bedürfnis.

Einiges von der Vielfalt der Natur sehen sie nun hier in der Ausstellung von Ursula Schneider. Wunderbar gezeichnet in realistischer und doch sehr komprimierter Formensprache und wunderbar stimmungsvoller Farbgebung den Jahreszeiten entsprechend.

Tilman Beyer (Jahrgang 1949) ist ein gestandener Keramiker.
Geboren und ausgebildet in Thüringen in Dornburg auf der berühmten Schlossanlage bei dem Keramiker Hans Heiner Körting lebt auch er seitdem ein wechselvolles Dasein.

In Tilman Beyers Gefäßen ist die Ausbildung der klassischen Form sehr deutlich. Nicht zu verheimlichen sicher durch die Töpferlehre bei H. H. Körting, der ja bekannter Weise die „Bauhauslinie“ in Dornburg weitergeführt hat. Die „keramischen Werkstätten“ Außenstelle vom Bauhaus Weimar wurde als Ausbildungsstätte für die Studenten ab 1919 genutzt. Geleitet von Gerhard Marcks später von Max Krehan nach Auflösung weiter betrieben und gepachtet von dem bekannten Keramiker Otto Lindig.

Die Oberfläche der Gefäße von Tilman Beyer besticht zum einen durch die Klarheit der grafischen Linien und oder der flächig abstrakten Umsetzung von Formen der Natur. Spannungsvolle Gegensätze entstehen durch eindeutig festgelegte Flächen in farbiger Engobe und Glasur. Der Kontrast zwischen matt und glänzend ist dadurch ein wichtiges weiteres Element seiner Oberflächengestaltung. Der tägliche Umgang mit den klaren und farbenfrohen Keramiken von Tilman Beyer, um noch einmal auf das Ausstellungsthema zu kommen, macht frohe Laune!

Christiane Lamberz/ Dipl. Design / Keramik / Ausstellungsgestaltung

Ursula Schneider

geboren am 20. 09. 1942 in Erfurt
Studium
an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Werbeleiterin am Leipziger Theater
freischaffend
Illustrationen, Pastelle Textildesign, Tapetengestaltung
Unterricht
an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Textilabteilung
wieder freischaffend
nach der Wende:
Ausbildung zur Computerfachdozentin
Übernahme der Schmuckwerkstatt des verstorbenen Vaters, erste Schmuckstücke

Umzug nach Buckow, Märkische Schweiz Zeichnungen in Kohle und Kreide

"Buckow liegt inmitten einer Endmoränenlandschaft mit vielen Wasser: Seen, Flüsse und Sümpfe. Allenthalben spiegeln sich riesige Buchen, Eichen, Ahorn und Robinien, aber auch dürre Erlen in versumpften Seen und Wasserlöchern.
Gestürzte Bäume, abgebrochene Äste verfaulen in der blauschwarzen Nässe, zartgrün bemoost. So ist die Landschaft zugleich lieblich und erhaben, wüst und verkommen. In diesem Jahr sind die schwarzen Pfuhle von Entengrütze überwuchert und strahlen smaragdgrün..."

Tilman Beyer

1949 geboren in Erfurt
1965-70 Ausbildung zum Keramiker und Tätigkeit in Dornburg/Thür. Werkstatt H.H. Körting
1971-74 Keramikstudium, Fachschule f. Keramik Hermsdorf/Thür.
ab 1976 freiberuflich tätig in Berlin
1976 Handwerksmeister
seit 2003 selbstständig in Halle

Ausstellungsbeteiligungen
Berlin
Bonn
Frankfurt / a. M.
Greifswald
Halle
Leipzig
Magdeburg
Trier