AKTUELLE AUSSTELLUNG

Flyer - Einladung

„FARB – & OBJEKTKUNST“

Bettina Hünicke / Malerei / Potsdams
Pit Arens + Ingrid Jacobsen / Keramikobjekte / Berlin
20. März - 16. Juni 2018

Bettina Hünicke, Jahrgang 1961 lebt und arbeitet in Potsdam. Sie studierte 1984 -1987 an der dortigen Fachschule für Werbung und Gestaltung im Fach Diplom-Farbdesignerin (FH). In ihrem Katalog heißt es u. a.: "Sie ist seit 1990 als freiberufliche Künstlerin tätig. Ihr Sujet sind die Farben und Formen von Antlitzen, Landschaften, Räumen, Gewachsenem und Gebautem. Das "dahinter" interessiert sie. Arbeitstechniken sind Lasurmalerei in Wasserfarben und Ölfarben auf Papier und Leinwand, Zeichnung, Holz- und Linolschnitt, Frottage, Collage, Wand- und Deckenmalerei, Farbgestaltung und Restaurierung für Architekturoberflächen." Zitatende Das Spektrum der Freiberuflichkeit von Bettina Hünicke ist daher weit gefächert, um als Künstlerin leben zu können... wie es immer so schön heißt: die Kunst von Kunst zu leben..

Am liebsten malt sie draußen in der Natur. Licht und Schatten, Wind und Wolken oder auch die Begegnung dabei mit Menschen sind ihr wichtig und entsprechen ihrem Temperament. Sie hat an vielen Pleinairs und Workshops teilgenommen, wurde zu Ausstellungen eingeladen oder wie jetzt gerade, bewirbt sie sich für ein Stipendium in Norwegen. Dort würde dann die Stille und Weite des Landes sie ganz bestimmt gefangen nehmen! Sie sehen in dieser Ausstellung vorrangig Aquarelle, kleine Collagen oder Tuschzeichnungen aber auch ein paar Ölbilder. Mich fasziniert besonders das Ölbild "Ostsee". Es ist Winter, da ist das Licht am spannendsten und es war kalt. So empfinde ich beim Anblick des Bildes die bewegten kräftigen Farben des kalten Meeres und das konzentrierte Malen von Bettina Hünicke gegen die Kälte wodurch das Bild eine ausdrucksstarke Dynamik bekommt. Ihre Aquarelle sind mehrschichtige farbige Kompositionen und geben mir als Betrachter Tiefe, Lebendigkeit und Leuchtkraft oder sanfte Weite und Ruhe.

Ingrid Jacobsen studierte an der Hochschule der Künste Berlin 1973-1977. im Fach Design für Keramik speziell auch für Porzellan. Sie ist neben figurativen Ausflügen hauptsächlich bei der Gefäßgestaltung geblieben und baut ihre keramischen Objekte aus Steinzeug. Ingrid Jacobsen arbeitet unterschiedlich sparsam mit den Grundformen der Gestaltung wie dicke und dünne Kreise oder Linien ab und zu nutz sie auch Umdruckdekore. Dezente Engoben meist ein vornehmes Grau bildet die Dekor-Grundlage. Diese Dekortechnik auf der Außenhaut ordnet sich der Gesamtform ihrer Gefäße unter. Ab und zu ergänzen kleine plastische Details die klaren, strengen und doch sehr anmutigen großen und kleinen Gefäßobjekte. Die exakt durchgearbeitete Formgestaltung der Arbeiten strahlt voller Ästhetik.

Pit Arens fällt im Keramikgeschehen durch seine sehr außergewöhnlichen gedreht, verdreht und montierten Kannen, Teller und Schalenobjekte auf. Mit lockerem breitem, freien und spielerischen Pinselstrich entstehen auf seinen Objekten sehr lebendige teils abstrakte Dekore. Variantenreiche Materialkombinationen mit Metalltüllen, Deckeln und Henkeln vollenden die Stücke.

Nach seiner Töpferlehre studierte Pit Arens 1984 bis 1990 an der Kunstakademie München bei Prof. Klaus Schultze. 1987/88 war er Gaststudent an der École des Beaux-Arts in Paris bei Jean Clos. Danach hat sich Pit Arens durch seine Neugier ein spannendes künstlerisches Leben an weit entfernten Orten der Welt ermöglicht. Es ist spannend ihm zuzuhören!

Ein weiteres Genre bietet für Pit Arens die konzeptionelle Arbeit in der Bildnerischen Kunstwelt. Baugebundene Aufträge reizen ihn an Ausschreibungen teilzunehmen. Nicht immer... leider...wurden seine Ideen und Entwürfe, die viel Zeit in der Vorbereitung kosten, dann aus Geldmangel oder anderen Umständen realisiert! Aber so Einige sind es zum Glück doch! Gerade war in der Märzausgabe 2018 im "Magazin" ein Artikel über Pit Arens künstlerisch Arbeit zu lesen.

In dieser Ausstellung sind hauptsächlich seine Kannenobjekte zu bewundern. Sie sind voll spielerischer Montagelust und lockerer abstrakter Malweise. Es sind somit Plastiken und doch als Kanne funktionstüchtig!

Alle Arbeiten sind verkäuflich. Preisfragen richten Sie bitte an die Galerie Klosterformat.

Christiane Lamberz / Dipl. Design /Keramik / Ausstellungsorganisation