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„Farbe & Licht“

Ute Gallmeister / Malerei / Anklam
Martin Mindermann / Raku Objekte / Bremen
vom 18. März – 11. Mai 2014

Sehr unterschiedliche Klänge einer Komposition finden Sie in den Bildern von Ute Gallmeister. Ihre Skizzen und Bilder sind abstrakte Malereien mit konkreten Inhalten aus ihrem erlebten direkten Umfeld. Linien und Flächen klingen in abwechselnden Rhythmen und spannungsvollem Miteinander auf der Fläche. Ute interpretiert sehr emotional und dann doch stringent in der Umsetzung, die Welt aus ihren erlebten und gesehenen Sequenzen.
Die Flüchtigkeit des Erlebten, das wir auch von der Musik her kennen, wie der Klang, das Empfinden oder auch das Erträumte, lassen Schicht für Schicht ein Bild entstehen. Irgendwann setzt Ute Gallmeister einen Punkt, um nichts mehr hinzufügen zu müssen. Trotzdem bleiben die Bilder für den Betrachter offen.
Wie in der Musik wir beim Zuhören einzelner Stücke den Klängen Landschaften oder Begebenheiten zuordnen, werden beim Betrachten der Bilder von Ute Gallmeister die Linien, Striche und Farbflächen auch zu Landschaften wie Felder, Wiesen, Bäume oder zu anderen Gegenständen oder Stadträumen. Sie ist in der weiten Landschaft Mecklenburgs groß geworden.
Geprägt wurden die Arbeiten von Ute Gallmeister, die ihr Studium an der Berliner Kunsthochschule Weißensee bis 2002 absolvierte, u. a. von den bekannten Malern Dieter Goltzsche, Hanns Schimansky und anderen Mentoren wie Max Görner oder Achim Niemann.

Nach dem Fachabitur beginnt Martin Mindermann 1984 ein Studium für Plastik und figürliche Bildhauerei an der Kunsthochschule Bremen bei Prof. Dorothee Colber-Tjadens und Prof. Fritz Vehring. 1987 noch während des Studiums gewinnt Martin Mindermann den für Keramiker wichtigen Richard Bambi Preis. Gleich danach 1988 den Keramikpreis der Frechener Kulturstiftung… die Auszeichnungen mehren sich bis heute… seine Arbeiten befinden sich inzwischen in wichtigen Museen und bei Sammlern weltweit.
Sehr konsequent widmet sich Martin Mindermann RAKU-OBJEKTEN.
RAKU heißt Harmonie und Freude, kommt her vom Zenbuddismus aus Japan seit 1592, wo vorrangig Teekeramik zur Teezeremonie wegen der Schlichtheit und Ästhetik und der Philosophie des sich verändernden Moments, von Töpfern hergestellt wurde.
1960 (im Geburtsjahr von Martin Mindermann) wurde von dem Amerikaner Paul Soldner das bisherige Brennverfahren - man entnimmt die Gefäße bei ca. 1000* C glühend aus dem Ofen und schreckt sie mit Wasser ab - durch eine Nachreduktion (z.B. in Sägespänen) ergänzt. Diese neue Methode eröffnete ein großes Feld neuer Experimentierfreuden für Raku Keramiker.
Martin Mindermann`s meist große bauchige Objekte, die eigentlich keine Vasen oder Schalen im herkömmlichen Gebrauchssinne mehr sind, strahlen vor Sinnlichkeit und Plastizität. Die Craquele-Oberflächen mit den gerissenen Linien nach dem Abschrecken haben, ähnlich wie bei Ute Gallmeister in der Malerei, spannungsvolle kompositorische Wirkung. Um bestimmten Linien und den entstandenen Flächen besonderen Ausdruck zu geben, werden sie von Martin Mindermann nachgearbeitet. Dies geschieht mit kostbarem Blattgold.

Christiane Lamberz / Dipl. Design/Keramik /Ausstellungsorganisation