AKTUELLE AUSSTELLUNG

Flyer - Einladung

„HERBST-LESE“

Karl Fulle / Keramik / Rheinsberg
Hans-Jürgen Gaudeck / Aquarelle / Berlin
Buchillustration zur Lyrik von Eva Strittmatter
vom 20. September – 12. November 2016

Karl Fulle, Keramiker mit klassischer Ausbildung, spielt mit ästhetischen Erwartungen an Keramik. Beginnend mit einer Töpferlehre, gefolgt von der Gesellenprüfung und Studium in Burg Giebichenstein unter Gertraud Möhwald, schließlich ab 1979 freischaffend, befindet sich Karl Fulle in einem gewissen inhaltlichen Abstand zu den traditionellen Vorstellungen über Keramik. Seine Gefäße, Objekte und Figuren sind in Bewegung. Manche sind aufgerissen, das Innen drängt nach Außen, meist sind sie von verspielter Farbigkeit und können die Begeisterung ihres Erschaffers für den Barock nicht verbergen. Karl Fulle setzt gern Kontraste: Glätte stehen kräftige Strukturen gegenüber, glasierte und unglasierte Flächen im Gegenspiel, starke Farbkontraste heben das Innen von Außen ab. Bruchteile von Drehformen in verschiedene Richtungen zeigend wieder zusammengesetzt, tiefe Drehrillen, Tassen und Kannen auf trippelnden Füßchen mit sich einringelnden Henkeln formen einen Charakter, dessen expressive Seiten man als figürlich bezeichnen kann. Das Material gibt die Ausstrahlung vor, weshalb Karl Fulles Gefäße trotz aller Verspieltheit, Farbigkeit und der Verwendung des barocken Stilmittels Gold immer natürlich wirken und nicht reine l'art pour l'art Objekte werden. Mit seiner Keramik ist Karl Fulle in zahlreichen Sammlungen und Ausstellungen vertreten. (Text ist mit kleinen Änderungen der Webseite www.fulle-keramik.de entnommen)

Einen kleinen Teil seiner Arbeiten der jetzigen Schaffensperiode von Karl Fulle zeigt nun erstmalig in Rostock die Galerie Klosterformat.

Der bekannte Berliner Aquarellist Hans-Jürgen Gaudeck führte einen sensiblen malerischen Dialog mit der Lyrik Eva Strittmatters.

Im Steffen Verlag wurden hierüber zwei Bücher herausgegeben: "Märkischer Juni", inzwischen schon in 4. Auflage und  "Und Liebe liebt niemals vergebens". Die Rundfunk- und Fernsehanstalt rbb produzierte hierüber einen Film.

In vielen Ausstellungen im In- und Ausland wurden seine Aquarelle präsentiert. Eine Vielzahl von Büchern zeigen seine malerischen Reiseimpressionen und seine malerischen Dialoge mit den Texten Theodor Fontanes und R.M. Rilkes.

Die fließenden Farbklänge der Aquarellmalerei von Hans-Jürgen Gaudeck verbinden sich inhaltlich ideal mit dem klaren Sprachrhythmus der sehr ehrlichen und tiefsinnigen Gedichte von Eva Strittmatter.

Eine Auswahl von Original - Bildern aus diesen beiden Lyrikbänden von Hans-Jürgen Gaudeck werden in der Verkaufsausstellung ab dem 20. September in der Galerie Klosterformat zu sehen oder auch gerne zu erwerben sein.

Christiane Lamberz / Dipl. Design/Keramik / Ausstellungsorganisation