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„leicht + luftig“

Gudrun Hanisch / Assemblagen / Hannover
Susanne Petzold / Porzellanobjekte / Dresden
vom 05. März – 04. Mai 2013

Gudrun Hanisch war vor ihrer freischaffenden Tätigkeit ab 1970 Fachlehrerin für Textilgestaltung an der damaligen Fachschule für angewandte Kunst in Schneeberg (das "textile und hölzerne" Pendant von der FAK Heiligendamm). Nach drei Jahren musste sie aus politischen Gründen das Lehrerdasein beenden und kam 1973 wieder zurück hoch in den Norden nach Wolgast ins Elternhaus. Ihr Geburtsort war 1944 das damalige Swinemünde. Zum Glück konnte sie als diplomierte Textilgestalterin (Studium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein 1964 -1969) als freischaffende Künstlerin über den Verband Bildender Künstler im Bereich der angewandten Kunst dann weiterhin tätig sein.

Wie das Leben so spielt, nach der Ausreise in die damalige BRD noch 1989 vor der Öffnung der Mauer, einem Neubeginn im Westen, öffneten sich dann wieder die Türen nach Schneeberg durch die Ausschreibung einer Professorenstelle von der Westsächsischen Hochschule Zwickau. 17 Jahre bis 2009 konnte Gudrun Hanisch StudentInnen auf ihrem künstlerischen Weg begleiten. Der ästhetische Eigenwert der Linie als eine wichtige Ausdrucksform in ihrer künstlerischen Umsetzung ist ein zentraler Punkt in Gudrun Hanisch`s eigenem Schaffen. Gerade, gekrümmt oder gewellt- jede Linie weckt neue andere Gefühle. Vor allem erzählen sie Geschichten und so entwickeln sich die Arbeiten hinein in den figurativen Bereich. Da ist z. B. die Serie der "Kalenderblätter"...sie entstehen aus Skizzenbüchern. Schon hier ist erkennbar: es bleibt nicht bei der Linie an sich. Gudrun Hanisch füllt bzw. verbindet die durch Linien entstehenden meist figurativen Flächen mit Farben. z.B. mit Seide oder anderen Materialien. Es werden somit Collagen. "Schwarzwild", „Paarweisen", "Zweisamkeiten" und "Einzelfiguren" nennt Gudrun Hanisch weitere Reihen ihrer künstlerischen Arbeiten in denen sie mit unterschiedlichsten Materialien menschliches Miteinander in skurriler und schmunzelnder Weise uns nahe führt.

Susanne Petzold erzählt auch Geschichten. Allerdings mit einem ganz anderem Material. Sie zeigt uns z.B. mit ihren Installationen zu sehr unterschiedlichen Themen, wie Porzellanteile im Raum uns als Betrachter zu Suchenden, dann plötzlich zu Erkennenden machen. Die Gebilde sind arrangiert. Ein grobes Thema oder nur eine Idee liegt vor. Doch dann beginnt Susanne sehr intuitiv und immer mit der ihr eigenen Lust an dem sich Entwickelndem mit dem Material zu spielen, zu bauen zu ordnen. Musik und andere umgebende Dinge beeinflussen teils bewusst aber auch unbewusst ihre Kreativität.

Gudrun Hanisch

  Vita
1944 Geboren in Swinemünde (heute: Swinoujście, Polen)
1962 Abitur in Wolgast
1964 Berufsabschluss als Kleiderstoff- und Buntweberin in den Textilwerken Mülsen bei Zwickau
1969 Diplom als Textilgestalterin, Bereich Raumtextil, an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein
1970-1973 Fachlehrerin an der Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg
1974-1989 Freischaffende Textilgestalterin in Wolgast und Stralsund
1972-1989 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR
1975-1987 Mitglied der Zentralen Arbeitsgruppe Textil der DDR
1990-1996 Mitglied der GEDOK, Gruppe Hannover
1990-1992 Vorarbeiterin bei KEKKO-Mode, Hannover
1991-1992 Freischaffende Textilgestalterin in Gehrden bei Hannover
1992-2009 Professorin für Textilgestaltung an der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau
   
Ausstellungen: Aue/Sachsen, Bad Frankenhausen, Berlin, Dresden, Göttingen,Halle, Hannover, Leipzig, Łodz (Polen) Magdeburg, Rostock, San Franzisko (USA),Tilberg (NL), Wolgast, Zinnowitz, Zwickau

Susanne Petzold

  Vita
1978 23.03. geboren in Dresden
1996 Abitur
1996/97 Praktikum am Kunsthaus Dresden, Städtische Galerie für Gegenwartskunst
1998-2004 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle, Fachbereich Keramik bei Professor Antje Scharfe
2003 halbjähriger Studienaufenthalt in Canberra/Australien, Studium bei Professor J. DeBoos
2004 Diplom
2006 Ateliergründung
Arbeitsstipendium / „artist - in - residency“ in Helena, Montana, USA bei der Archie Bray Foundation for the Ceramic Arts
   
Ausstellungen  
Einzelausstellungen  
2005 Ersatzteillager, gefüllt, Galerie Kunstbahnhof, Dresden
2011 Porzellanspielungen, Kunst im blauen Haus, Frankfurt/Main
   
Gruppenausstellungen (Auswahl)  
2005 Ausstellung zum Richard-Bampi Preis in Schloss Reinbek, Reinbek, Katalog
2006 Places, Ausstellung vom Think Tank e.v.,Ausstellung in Gmunden und Linz (Ö), Katalog
  A. Bray Foundation Resident Artist Exhibition, Kolva-Sullivan Gallery, Spokane, WA, USA, Keramikpreis Frechen Keramion Frechen, Katalog
2007 Places, Ausstellung in der CAA London und in der Galerie im Volkspark, Halle
9 Fenster, Galerie Kunstbahnhof, Dresden
Ausstellung ICMEA Konferenz 2007 Fuping, China
Preisträger des Frechener Keramikpreises 06, Forum für zeitgenössische Keramik, Halle
2008 Walk the Line, Galerie Kunstbahnhof Dresden
Porzellan Glas Schmuck, Galerie Rosenhauer, Göttingen
2009 Malerei auf Keramik, Galerie Handwerk, München
Sachsen ist eine Scheibe, Atelier GEH8 Dresden
2010 Richard Bampi Wettbewerb 2010, Hetjens Museum Düsseldorf, Deutsches Keramikmuseum
2011 Vessels, Jahresgaben Kunstverein Coesfeld
2012 keramik³, Kunstverein Jena, Cityscapes Ausstellung/Installation zusammen mit Anke Binnewerg im Kiosk.6 Weimar
   
Stipendien/Preise  
2006 Eric Myrhe Summer Scholarship
Keramikpreis Frechen
2010 2. Preis beim Richard Bampi Wettbewerb
2011 Anerkennung beim Dießener Keramikpreis
2012 Von Taube Preis (Porzellan)
2012 Teilnahme am Keramikpreis Frechen

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
Keramikmuseum Bürgel,
ANU School of Arts (Canberra, ACT, Australien),
Archie Bray Foundation of the Ceramic Arts. (Helena, MT., USA),
Keramion Frechen,
Pinakothek der Moderne, München

STÄNDIGES ANGEBOT von Keramik / Glas / Schmuck / Holz / Malerei / Grafik / Plastik