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„persönliche Welten“

Renée Reichenbach / Keramik / Halle
Regine Tarara / Malerei / Lüneburg
vom 19. April – 18. Juni 2016

Renée Reichenbach ist eine sehr bekannte Künstlerin der Hallenser Keramikszene. Aber schon lange nicht mehr nur dort. Viele Einladungen zu Ausstellungen, Workshops und Gastprofessuren in und an wichtige Keramikorte der Welt zeugen von großer Anerkennung ihrer über 40zig jährigen freischaffenden keramischen Arbeit.

Geprägt durch das Studium Plastische Keramik an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein bei Gertraud Möhwald und Martin Wetzel in den Jahren 1975- 1982 hat sich Renée Rechenbach nach dem Studium, speziell nach einem Auftrag einer Wandgestaltung konsequent weg von der Töpferscheibe, für die Aufbaukeramik als ihre Ausdrucksform entschieden. Eingefärbte stark schamottierte Steinzeug Tone, verbunden mit farbigen Porzellanmassen bilden dafür das Grundmaterial. Wie bei einem Bild mit vielen Übermalungen, müssen ihre Plastiken mehrere Ofenbrände überstehen! Seit vielen Jahren entstehen in unendlichen Variationen sehr spezielle Kannen und andere thematisch inspirierte Objekte. Sie sind eindeutig der keramischen Plastik zu zuordnen.

Das Farb- und Formenspiel in immer wieder neuen Variationen lassen uns als Betrachter die Freude von Renée Reichenbach am Arbeiten erahnen. Neugierig gehen wir um ihre Arbeiten herum und entdecken darin mit unserer Phantasie aus unterschiedlichen Perspektiven eigene kleine „persönliche Welten“.

Regine Tarara stellt zum zweiten mal in der Galerie Klosterformat aus. Vor 11 Jahren konnten wir sie zum ersten mal hier begrüßen. Damals hieß die Ausstellung "Alles im Fluss". Vielleicht erinnerst sich der eine oder andere daran. Zusammen mit den plastischen Keramiken der Künstlerin Gudrun Sailer, auch eine ehemalige Möhwald - Schülerin von der Burg Giebichenstein, gab es schon damals einen interessanten Kontext beider unterschiedlicher Arbeitsweisen.

Regine Tarara hat nach ihrem Studium seit 1990 an der FH für Gestaltung in Hamburg vorrangig als Buch –Illustratorin gearbeitet. Doch bei der Malerei ist sie dann "hängen geblieben".

Schon lange lebt sie in Niedersachsen an der Elbe, so nimmt das Thema Fluss und Landschaft allgemein, neben anderen Genres wie Architektur, Figürliches und Stillleben, einen großen Raum in ihrer Malerei ein. Wir haben uns in dieser Ausstellung wieder für die Landschaft entschieden. In pastoser Malart setzt Regine Tarara in knapper abstrakter Formensprache Flächen zueinander, die nun nicht nur z.B. den Fluss als solchen, sondern Wasserlandschaft allgemein erkennen lassen. Fließende, teilweise sehr kräftige, erdige pastelle Farbtöne geben den Bildern Ruhe und viel Tiefe. Reduzierung und Veränderungen der gefundenen Formen ereicht sie durch Übermalungen. Die gelungenen Spannungen ihrer Bildkompositionen erspüren wir emotional beim betrachten. Das ist ihre eigene Welt, ihre inneren Empfindungen, die sie uns in den Bilder mitteilt und uns als Betrachter teilhaben lässt.

Christiane Lamberz / Dipl. Design / Keramik / Ausstellungsorganisation