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„schmucke – GÄSTE – XIII“

Gast: Karin Wurlitzer / Malerei / Grafik / Neuenkirchen
+ Arbeiten von ständigen Gästen der Angewandte + Bildende Kunst
vom 10. November bis Januar 2016

„schmucke – GÄSTE - XIII“ zum zweiten mal haben wir die Malerin und Grafikerin Karin Wurlitzer mit neuen Arbeiten zu Gast in den Räumen der Galerie Klosterformat.

+++ viele Arbeiten von Kolleg*innen der Angewandten + Bildenden Kunst, die seit vielen Jahren das schöne „Drumherum“ für die Galerie und ihre Besucher so spannend machen.

Nehmen Sie sich Zeit und Muße etwas abseits vom dicht gedrängten Weihnachtstrubel im gemütlichen Klosterhof die Galerie zu besuchen oder neu zu entdecken.

Karin Wurlitzer (Jahrgang 1956) sagt über sich kurz und bündig: “Ich bin Malerin und habe mal Physik studiert.“ Sozusagen hat sie einen „ordentlichen“ Beruf gelernt und diesen auch bis zur Wende 1990 ausgeübt. Durch Umstrukturierungen am Geologischen Institut in Greifswald vor nun mehr 25 Jahren fiel ihr der Absprung in die freischaffende Tätigkeit dann doch leichter als vielleicht gedacht. Viele Jahre schon hat Karin Wurlitzer vor und neben ihrer Tätigkeit als Physikerin gemalt. Ganz wichtig war für sie u. a. die Zeit in der Förderklasse von dem bekannten Maler Prof. Manfred Zoller. Vier intensive Jahre lang bis 1989 konnte sie ihre künstlerischen Fähigkeiten entwickeln und seitdem lies sie die Leidenschaft zur künstlerischen Gestaltung nicht mehr los. 1997 wurde Karin Wurlitzer von der Jury in den Berufsverband „Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e.V.“ aufgenommen. Seitdem hat sie in vielen Ausstellungen ihre Arbeiten der Öffentlichkeit gezeigt.

Ihre Motive sind thematisch gegliedert. Es ist die Natur, Interieurs, manchmal Figuren aus einem Theaterstück oder konstruktiv städtebauliche Eindrücke, die Karin Wurlitzer interessieren.

Die Natur ist die unentbehrliche Basis zur Abstraktion. Hier macht sie ihre Skizzen, malt oder macht auch Fotos vor Ort. Die eigentliche Arbeit aber, ihre eigene Interpretation der Natur oder anderer Gegenstände, verarbeitet sie erst später im Atelier. Hier hat sie den nötigen Abstand von den konkreten Dingen, die sie in sich aufgenommen hat. Nun geht es darum, eine eigene abstrakte Formensprache zu finden. Karin Wurlitzer zeigt in ihren Bildern das Wesentliche, sie macht das Typische sichtbar. Oft sind es Spiegelungen, Draufsichten, Verkürzungen aber auch die Weite von Landschaften sind in einer konsequenten Ruhe von ihr erfasst und dargestellt. In ihren figürlichen mehr grafischen Arbeiten wie z. B. die Blätter vom Theaterstück „weekend“ sehe ich, wie sie Mimik und Gestik fast wie eine Karrikatur grandios beherrscht. Wie jeder Künstler hat sie eine innere Vision. Es entsteht ein Rhythmus, Struktur und eine Balance, eine Über- und Unterordnung.

Lyonel Feininger ging bei seiner Suche nach Form und Ordnungsprinzipien im Verhältnis zum Universum von der Erkenntnis aus:
Zitat:

„…daß es in der ganzen Welt, in allen Welten, nichts Ungesetzliches, nichts Zufälliges, nichts ohne Form und Rhythmus gibt noch geben kann. Warum dann gerade die Kunst?? Soll diese nicht dann, indem sie des Menschen schöpferischen Willen offenbart, gerade voll Form, voll Gesetz und Geist sein?“

Das Zitat ist entnommen dem Katalog zur Ausstellung „Lyonel Feininger Erlebnis und Vision Die Reisen an die Ostsee“ Katalogbearbeitung Werner Timm 1992.

Karin Wurlitzer ist eine sympathische Pragmatikerin. Ohne viele Worte organisiert sie ihren Lebensrhythmus. So gibt sie auch oft ihren Formen auf der gemalten Fläche eindeutige Konturen. Sie hat einen sicheren Strich und ein für mich sehr angenehmes Farbempfinden. Sie benutzt die Acrylfarben intuitiv, auch immer mutiger und trifft damit Stimmungen und spezielle Licht und Schattensituationen. Die Abstraktion der neuen Bilder von Karin Wurlitzer wird sichtbar durch immer mutigere Übermalungen. Sie wirken dadurch sehr malerisch!

Eine weitere Technik Form, Farbe und Flächen zu komponieren nutzt Karin Wurlitzer neben der Acrylmalerei viel den Siebdruck. Nicht immer aber oft entsteht bei Karin Wurlitzer erst das Originalbild, was sie dann anregt, Variationen des Themas über das Siebdruckverfahren zu schaffen. Im Siebdruck zeigt sich bei ihr noch deutlicher die Abstraktion der Flächen und Linien, weil der Druckprozess das malerische Element ablöst und das analytische Vorbereiten der Siebdruckflächen sie zu klarer Formensprache zwingt.

Christiane Lamberz / Dipl. Design / Keramik / Ausstellungsorganisation

Der 1. Advent steht vor der Tür…Ankunft…wo und wie auch immer Sie diese besinnliche Zeitz nutzen, um sich auf gute Gedanken des Miteinanders zu besinnen, wir wünschen Ihnen friedvolle Wochen im alten Jahr und einen guten Start im neuen Jahr 2016!

Jochen und Christiane Lamberz

Jochen und Christiane Lamberz / Dipl. Design/Keramik / Ausstellungsorganisation